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5G-Reallabor im TIP Innovationspark Nordheide

Datenübertragung in Echtzeit für Forschung und Praxis

Unternehmen und Hochschulen steht im TIP Innovationspark Nordheide am Standort Buchholz eines der deutschlandweit leistungsfähigsten und flexibelsten 5G-Campusnetze für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer zur Verfügung.

Das 5G-Campusnetz ist als ein lokales Netzwerk auf das rund 25 Hektar große Areal des TIP Innovationspark Nordheide begrenzt und ermöglicht Spitzendatenraten von bis zu 10 Gbps (Gigabit pro Sekunde). Dank der Nutzung eines exklusiven Frequenzbereiches in diesem Gebiet auf Basis einer eigenen Lizenz der Bundesnetzagentur ist das 5G-Campusnetz nach außen hin geschlossen und vollkommen unabhängig vom öffentlichen 5G-Mobilfunknetz der großen Provider.

Der Mobilfunkstandard 5G bietet weitaus höhere Datenübertragungsraten als vorangegangene Mobilfunkgenerationen. Er ermöglicht zudem eine sehr hohe Gerätedichte – also die Vernetzung sehr vieler Geräte via 5G auf engstem Raum. Ein weiterer Vorteil sind die sehr geringen Latenz- und Verzögerungszeiten bei der Datenübertragung. Damit gewinnt der 5G-Standard vor allem in Bereichen wie Autonomes Fahren, Robotik, Drohnensteuerung, Virtual und Augmented Reality oder Automatisierung in der industriellen Produktion an Bedeutung.

Der Auf- und Ausbau des 5G-Reallabors im TIP Innovationspark Nordheide wird von Beginn an durch Kooperationspartner aus Forschung und Praxis begleitet und unterstützt. Dazu gehören neben der Leuphana Universität aus Lüneburg und der hochschule 21 aus Buxtehude auch die RWTH in Aachen und die phwt – Private Hochschule für Wirtschaft und Technik in Diepholz und Vechta.

Die ersten Forschungsprojekte zum Thema 5G mit einem Gesamt-Volumen von ca. 11 Millionen Euro sind bereits angelaufen. Dazu gehören zum Beispiel …

… das Projekt USIN5G – Usage Scenarios for Innovation Networks in 5G mit Anwendungsforschung zu den Themenschwerpunkten Smarte Produktion und Gebäude, Intelligenter Katastrophenschutz und übergreifende Datenplattformen.

… das Projekt Locl4AR – Location Intelligence im Bauwerk mit 5G für die augmentierte Realität zur Entwicklung eines intelligenten, standortbezogenen Assistenzsystems für komplexe Energieanlagen als Smartphone-App

… das Projekt DigitalOrbIT – Hub für 5G-basierte Simulationstechnik – ein Labor zur Erprobung neuer Anwendungen der virtuellen und augmentierten Realität.

… das Projekt 5G4ME zur Evaluation des wirtschaftlichen Potenzials von 5G-Anwendungsfällen in kleinen und mittleren Unternehmen.

… das Projekt SoFia – Sicheres autonomes kooperatives Fahren in der digitalisierten Distributionslogistik zur Entwicklung eines auf KI-basierendem elektronischen Fahrzeugmanagementsystems.

Weitere Projekte sind in der Planung und Vorbereitung.

Hier finden Sie unser Info-Sheet mit Informationen zum 5G-Reallabor als PDF-Download … 

Neubau des 5G-Hub-Campus Nordheide – Forschung trifft Anwendung

Zu konkreten Technologie-Schwerpunkten unterstützen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen verschiedenster Branchen sowie Forschungseinrichtungen beim Aufbau und der Nutzung digitaler Infrastruktur. Wir initiieren Technologietransferprojekte und begleiten Innovationsvorhaben fachlich. Ein wesentlicher Motor dieser Entwicklung ist der TIP Innovationspark Nordheide in Buchholz i.d.N. mit seinem 5G-Campusnetz für den Hochleistungs-Datentransfer, den die WLH Wirtschaftsförderung zu einem „Innovationsökosystem“ für praxisorientierte Entwicklung, Erprobung und Anwendungsforschung
weiterentwickelt.

Beispielhaft für diese Entwicklung steht der geplante 5G-Hub-Campus im TIP Innovationspark Nordheide, dessen Aufbau die Servicegesellschaft im Landkreis Harburg GmbH (SLH) im Rahmen des so genannten Programms „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ zusammen mit der WLH vorantreibt. Zum Jahreswechsel 2025/2026 hat das Projekt mit der Übergabe des Förderbescheides zur Errichtung des Hubs einen weiteren Meilenstein erreicht. Der Hub soll unmittelbar an die bestehende 5G-Infrastruktur im TIP anknüpfen und deren Potenziale für Forschung und Entwicklung erweitern.

Etablierte mittelständische Unternehmen sowie Hochschulen und Universitäten sollen hier gleichberechtigt die Möglichkeit und vor allem auch die geeigneten Räume und Flächen erhalten, um die Entwicklung von neuen Produkten, Anwendungen und Geschäftsmodellen in Verbindung mit Hochleistungscampusnetzen umzusetzen.

Mit dem 5G-Hub-Campus entsteht ein regional verankertes Leuchtturmprojekt, das den Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter stärkt. Das Projektvolumen liegt bei rund 2,25 Millionen Euro. Der Baustart ist für 2026 geplant.