18.10.2019

WLH GmbH bringt Planer und Umweltexperten im Klimahain zusammen

Austausch über neue Wege und Konzepte für nachhaltige Stadtbegrünung

Bäume und Grünflächen machen unsere Städte nicht nur attraktiver und lebenswerter. Die Bepflanzung erfüllt auch eine wichtige Funktion: Sie bestimmt das Mikroklima, schafft Rückzugsorte und kleine Biotope für Tiere – und für den Menschen.

Doch die Stadtbäume haben keinen leichten Stand: Extreme Trockenperioden, schwere Unwetter, Pilz- und wachsender Schädlingsbefall bedrohen das Stadtgrün. Der Klimawandel stellt damit nicht nur Umweltschützer sondern auch Planer, Entwickler, Städte und Kommunen vor neue Herausforderungen. Gefragt sind Ideen und wissenschaftliche Erkenntnisse: Wie kann die „grüne Infrastruktur“ langfristig geschützt und erhalten werden?

Dieser Frage gingen jetzt Planer und Umweltexperten bei einer Exkursion in den Klimahain der Baumschule Lorenz von Ehren nach. Auf Einladung der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH diskutierten unter anderem Detlef Gumz (Leitung Naturschutz und Landschaftspflege Landkreis Harburg), Dirk Funck (Baumexperte vom Fachdienst „Stadtgrün“ der Stadt Buchholz) sowie Nicola Thieme-Hack von der Planungsgruppe Landschaft neue Wege und Konzepte für eine nachhaltige Gestaltung der Stadtbegrünung.

Lorenz von Ehren bewirtschaftet allein im Landkreis Harburg mehrere hundert Hektar Baumschulfläche und forscht in Kooperation mit der HafenCity Universität sowie der Universität Hamburg zu Klimagehölzen, die Hitze, Dürre, Sturm und Starkregen besser gewachsen sind. Der Klimahain zeigt rund 60 Baumarten, die sich besser an den Klimawandel und die schwierigen Wachstumsbedingungen in urbanen Räumen anpassen können.

„Durch nachhaltige Konzepte können wir bei der Grün-Gestaltung von Städten und Wirtschaftsquartieren dem Klimawandel etwas entgegensetzen“, sagt Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH GmbH. „Wir haben im Klimahain eine Vielzahl neuer Anregungen bekommen und noch  weitgehend unbekannte aber robuste Baumarten kennengelernt, die im Zusammenspiel mit einheimischen Arten einen zeitgemäßen Weg der Stadtbegrünung aufzeigen.“

Als einer der Vorreiter im Landkreis Harburg hat die Stadt Buchholz in der Nordheide bereits innovative Wege eingeschlagen und erste klimataugliche Stadtbäume als Test gepflanzt. Baumexperte Dirk Funck dazu: „Wir haben am Bahnhof bereits einige Bäume gepflanzt, die den erhöhten klimatischen Anforderungen gerecht werden, z.B. Amber-Bäume und Silberlinden. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv. Das sind durchaus auch heimische Gewächse, die nur bislang eher seltener verwendet wurden.“

Auch aus Sicht von Landschaftspfleger Detlef Gumz hat die Exkursion durch den Klimahain Impulse gegeben: „Wenn es um Stadtbegrünung geht, müssen Kommunen eine Vielzahl von Interessen abwägen. Stichworte sind hier: Heimische Arten, Pflegeaufwand, finanzielles Augenmerk, Naturschutz, Nistmöglichkeiten etc. Ein Schlüssel liegt daher in der Vielfalt der Gehölze und Pflanzen, besonders, wenn die Insekten auch noch etwas davon haben.“

Dass zeitgemäße Stadtbegrünung ein Zukunftsthema für Investoren und Verantwortliche in den Kommunen und Wirtschaftsförderungen ist, davon ist WLH-Geschäftsführer Jens Wrede überzeugt. „Bei der Planung und Entwicklung von Gewerbequartieren im Landkreis Harburg setzen wir bereits auf Nachhaltigkeit. Die Bepflanzung kann dabei eine große Rolle spielen. Wir möchten gern die Ideen aufgreifen und werden sie auch mit unseren Hochschulpartnern im TIP Innovationspark Nordheide weiterentwickeln.“


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