17.12.2019

Hohe Auszeichnung: Wasserstoff-Netzwerk bekommt Förderung vom Bund

Elf Landkreise aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg werden Modellregion

Große Freude beim Wasserstoff-Netzwerk Nordostniedersachsen: Die Elbe-Weser-Region ist in Berlin als eine von drei Modellregionen in Niedersachsen ausgezeichnet worden. Die Landesbeauftragte Monika Scherf nahm den Preis gemeinsam mit dem Osterholzer Landrat Bernd Lütjen von Verkehrsminister Andreas Scheuer entgegen.

Damit bekommt das Wasserstoff-Netzwerk eine Förderung von 300.000 Euro, mit der Projektansätze nun in konkrete Business-Pläne umgesetzt werden können. „Ich freue mich sehr, dass der Wettbewerbsbeitrag aus unserer Region die Jury beim Bundesverkehrsministerium überzeugen konnte und wir nun zu den Hy-Expert-Modellregionen in Deutschland gehören, die eine Vorreiterrolle in der Erforschung und Koordination der Potenziale der Wasserstoffwirtschaft übernehmen werden. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an“, sagte Monika Scherf bei der Preisverleihung in Berlin. Das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen, zu dem auch der Landkreis Harburg zählt, ist eine von drei Regionen in Niedersachsen, die diese Förderung bekommen. Bundesweit sind es 13.

Auch Bernd Lütjen, Landrat des Landkreises Osterholz war stellvertretend für die Landkreise mit in die Hauptstadt gekommen. „Das ist ein guter Tag für die elf Landkreise in unserer Region. Die heutige Anerkennung in Berlin und Unterstützung zeigt, dass wir bei hoch innovativen Themen auf der Höhe der Zeit agieren. Das gelingt nur durch Zusammenarbeit und Partnerschaft“, lobte Lütjen, der zuletzt mit seinen Landratskollegen eine Kofinanzierung des Netzwerkes möglich gemacht hatte. Der Landkreis Osterholz fungiert als Antragsteller und Koordinator des Projektes.

Entstanden war das Netzwerk im Jahr 2018 durch das Engagement der IHK Stade und des niedersächsischen Ministeriums für regionale Entwicklung. Das Interesse der Unternehmen in der Region war sofort groß, mehr als 50 Partner gehören mittlerweile dem Konsortium an – Tendenz steigend. Konkret geht es im ersten Schritt darum, den Lastverkehr in Nordostniedersachsen nachhaltig zu gestalten. „Dazu werden wir die regionale Erzeugung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien aus Windkraft und Biogas und den Lastverkehr mit Hilfe von Wasserstofftechniken zusammenbringen“, erläutert Dr. Roland Hamelmann vom Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW). Die Zahlen, die er in den vergangenen Monaten gesammelt hat, sind beeindruckend: Die Unternehmen des Konsortiums verfügen gegenwärtig über rund 1.600 Lkw, 700 Busse, 110 Tankstellen und 175 Megawatt regenerative Erzeugungsleistung.

Auch eine weitere Unterstützung des Netzwerks durch das Land Niedersachsen wird angestrebt. Ab 2020 soll ein GRW-Regionalmanagement mit dem Schwerpunkt „Wasserstoffwirtschaft“ die bisherigen Arbeiten weiterführen. „Die Signale aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium sind positiv“, so Monika Scherf.


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